Montag, 19. November 2018
Lager auf Lesbos

In der Zeitung heute ein längerer, aufrührender Artikel über eins der übelsten Flüchtlingslager am Rande der Festung Europa. Auf Lesbos. Als ob es nicht schon schlimm genug wäre, überhaupt in ein Lager gesperrt, seiner Freiheit beraubt und der Willkür schlecht gelaunter Bürokraten ausgeliefert zu sein!
Dann aber auch noch inmitten von Müll, Abwasser und Fäkalien ausharren zu müssen plus zunehmender Gefahr, irgendwelchen Akten sinnloser Gewalt zum Opfer zu fallen - wie hält man das aus?! Und wie viel schlimmer müssen die Heimatorte dieser Menschen sein, dass sie so ein Lager als geringeres Übel auf sich nehmen?!
Im Wissen darum kann ich mich hier nicht einfach der aufkeimenden Novemberdepression hingeben. Stell dich nicht so an, mach lieber was!
Ja. Aber was? Jemand eine Idee?

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Dienstag, 22. November 2016
geträumt

Ich bin im Zug nach Rumänien gefahren. Es war ein bißchen unheimlich, weil der Zug durch viele Tunnel fuhr und Rumänien selbst mir unheimlich erschien.
Mein Waggon hatte keine Sitzreihen, sondern man lag auf dem Boden. in Schlafsäcken. Ganz cool eigentlich. Aber die andern Passagiere waren mir fremd.
Ich wollte ein Photo von der vorbeiziehenden Landschaft machen, fand aber mein Smartphone nicht im Rucksack. Stattdessen nur ein paar ältere Handys, die mir nicht gehörten.
Der Zug fuhr wieder in einen Tunnel, als mir einfiel, daß ich mich würde ausweisen müssen an der Grenze. Der Tunnel war sehr eng. Was, wenn der Zug jetzt stecken bliebe?
Es war sehr warm.
Was wollte ich überhaupt in Rumänien?
Ich durchwühlte alle Vortaschen meines Rucksacks, kramte im Hauptfach, versuchte mich zu erinnern: wo konnte bloß mein Smartphone sein?!
Man sah wieder etwas Landschaft. Mit putzigen Kirchtürmen. Die Reise sollte zu einem beliebten rumänischen Ferienziel führen.
Leider wachte ich, bevor ich mein Smartphone fand. Und wo ich hin wollte, erfuhr ich auch nicht.

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Sonntag, 13. November 2016
erinnert

Nach Wochen angestrengter Arbeit, die mich auch abends, nachts und am Wochenende nicht wirklich losläßt,habe ich mir fest vorgenommen, dieses Wochenende mal so richtig faul zu sein. Nicht mal gelaufen bin ich. So gut hat das funktioniert. Und gut getan.
Und irgendwie bin ich dabei ins Erinnern gekommen. An die bewegte, wunderbare Zeit mit A. Ein bißchen in Mails gelesen. Unglaublich heute, wie wir uns geschrieben haben. Wie heftig. Wie oft. Wie schön!
Es tat gut das herauf zu beschwören, paßte prima zu den Novemberanfällen und wirkte der unerwarteten Nachmittagssonne effektiv entgegen.
Danke dafür!

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All die Aufregung

Da wird ein Präsident gewählt und die Welt scheint kollektiv ihren Untergang zu erwarten.
Als ob nicht jeder, der es wissen müßte, genau weiß, daß eine Nation wie die USA niemals nur von 1 Person regiert wird.
Aber klar, der Wahlkampf war nur auf die Personen ausgerichtet - and now the winner takes it all.
Und er ist ein Horror-Clown. Liest man. Ich steh so oder so nicht auf Clowns. Aber welchen Sinn hat es, seiner Angst vor Veränderungen dadurch Luft zu machen, daß man ihn dämonisiert?
Demokratie und Pluralismus und all diese "Werte" unserer Zeit stoßen offenbar direkt an ihre Grenzen, wenn die Leute auf unschöne Weise laut werden, weil sie mit ihrer Lebenssituation nicht zufrieden sind. Die Leute, von denen wir zwar irgendwie wissen, daß sie da auch sind. Die wir aber lieber aus unserem Alltagsbewußtsein ausblenden. Und wenn wir doch mal über sie reden, dann eben immer über sie. Herablassend und oft genug herabwürdigend. Nicht nur die Verlierer der Globalisierung, sondern auch all die andern, die es nicht so geschafft haben wie wir.
Woran sie aber bestimmt irgendwie doch selba Schuld sind.
Solange sie in ihren Ghettos bleiben, Arbeitslosenfernsehen gucken in ihren Ballonseidenanzügen oder, wenn man ihnen im Bus gegenübersitzt, wenigstens brav in ihre Mobilgeräte starren - solange ist alles gut.
Aber wehe, sie werden laut.
Wehe, sie werden politisch. Wobei - das werden sie ja nicht selbst - sie werden verführt, verblendet, in Anspruch genommen von der dunklen Seite der Macht. Die da montags in DD demonstrieren oder Mahnwachen abhalten oder aufmarschieren und Siegheil brüllen läßt. Wenn das passiert, haben sie ihr Recht auf Mitleid, Solidarität - auf alles verwirkt, dann sind sie nur noch der Mob, der zu bekämpfen ist.
Und nun lassen sich diese blöden Honks einspannen vor den politischen Karren und ziehen bei uns in die Parlamente und ermöglichen Trump. Den Horror-Clown, der mit seinen irrwitzigen Ausfällen fleißig vorgetestet hat, wie weit man gehen kann.

Wer ist Schuld?
Wem nützt es?
Was wird nun daraus?
Nächstes Jahr der volle Rechtsschwenk in den wichtigen Ländern der EU? In Frankreich, Holland, Österreich? Müssen wir davor warnen? Wird das etwas ändern?

Die bequemen Jahre sind vorbei.

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Dienstag, 24. August 2010
Fügungen

Viel am Licht gewesen und positive Energie getankt. Zum Dank schneiden mir zwei Kinder auf ihren Fahrrädern den Weg ab, ich bremse zu scharf auf dem Schotter und falle in schöner Zeitlupe gaaanz langsam hin, schaffe es, mich mit den Handflächen abzustützen, mir nichts zu brechen - aber ohne Abschürfung und Prellung am Fußknöchel geht es dann doch nicht. Und wahrscheinlich als spätere Folge auch noch Rückenschmerzen, nicht von schlechten Eltern, die mir das Wochenende vermiesen, das, wo die Sonne scheint und ich deshalb ganz viel raus wollte.
Aber auf einmal tut das Draußensein, weil mit Bewegung verbunden, weh.
Immerhin, am Sonntagmorgen kille ich den Schweinehund, den inneren, ziehe mein Laufdress an und latsche los ins Feld, fange nach paar hundert Metern locker zu laufen an, sehe, daß das geht, daß ich mich zwar sehr vorsichtig bewegen muß - aber nach einer knappen Stunde langsamen Laufes mit einigen Geh-Pausen fühle ich mich rundum besser.
Es scheint immer so viel zu geben, was sich ungünstig fügt oder gar unglücklich und was man dann mit viel Kraft und Aufwand zerdeppern und neu sortieren muß.

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